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Die Birke
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Der Baum des Lichts und des Wassers

Gib mir Licht aus Deiner Krone,
Saft aus Deinen Wurzeln und
Kraft aus Deinem Stamm.


Der Lichtbote

Die wenig dichte Krone der Birke weist den Baum als Lichtholzart aus. Daher wächst er hautpsächlich auf Waldlichtungen. Da die Zweige im Winde peitschen und dabei den Nachbarbäumen die Äste beschädigen, kann sich die erwachsene Birke auch selbst einen Lichthof schlagen. Wo die Birke Wälder bildet, sind diese nur sehr licht.
Selbst die Blätter der Birke sind so angeordnet, dass sie sich ständig durch den Wind bewegen und dadurch den anderen Blätter keine Sonne wegnehmen und somit auch keinen Schatten spenden.
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Espen und Birken sind unsere ältesten Bäume - schon kurz nach der Eiszeit siedelten diese Baumarten im heutigen Europa an.

"Die Birke stand im Zentrum des Baumkultes unserer Vorfahren. Mit ihrer hellen Rinde war sie der Lichterbaum der Sonnenwende. Sie war der Baum, der die Unterwelt der Toten und Dämonen mit der Oberwelt der Götter verband. Sie war auch der Baum, durch den die Druiden oder Schamanen auf ihren magischen Reisen die anderen Welten besuchten und so das Schicksal voraussehen und Krankheiten und Unheil abwenden konnten. Anfang Dezember fanden die Einweihungsfeiern für die Druidenschüler statt und die Lehrer berührten dabei ihre Schüler mit einem Birkenreiser zum Zeichen der Reinigung und sie beschenkten sie, indem sie ihnen ihr Wissen vermittelten. Daraus wurde später der heilige Nikolaus mit der Rute, der am 6. Dezember mit seinem Hirschschlitten die Kinder besucht und beschenkt." aus Bioterra von Ute Studer.
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In der Jugend ist die Birke sehr schnellwüchsig, verlangsamt aber ihr Wachstum nach etwa 25 Jahren und kann bis über hundert Jahre alt werden. Sie liebt saure, eisenhaltige Böden und gedeiht bis auf 2000m.
So grazil die Birke auch erscheint, vollbringt sie doch eine Höchstleistung. Ein 15 bis 20 m hoher Baum kann bis zu 70 Liter Wasser pro Tag über sein Blattkeid verdunsten, wenn er am richtigen Standort wächst.
Daraus ist zu schliessen, dass durch den riesigen Umsatz von Saft auch besonders viele Spurenelemente, die dem Stamm als Kraftreserve im Winter dienten, gelöst werden. Der Saft ist daher für unsere Gesundheit sehr bedeutsam.

Aus der Lehre über Heilpflanzen von Bruno Vonarburg entnehmen wir, „dass Matthioli (1501-1577) als erster die Birke als "Nierenbaum" bezeichnete. Er erkannte die vorzüglichen harntreibenden und entwässernden Eigenschaften. Nach neuzeitlichen Analysen enthalten Birkenblätter Gerbstoff, Saponin, Bitterstoff, Flavonoide als Hyperosid, Quercitin und Myricetingalactosid, ferner Betabulin, Dikarbonsäure, Ascorbinsäure und Mineralien wie Kalium und Calcium. Der Birkensaft enthält Invertzucker, Xylit, Vitamin C, organische Säuren und Mineralsalze.
In dieser Wirkstoffkombination besitzen die Birkenblätter harntreibende, harndesinfizierende, stoffwechselanregende, entwässernde, entgiftende, nierenanregende und haarwuchsördernde Heiltugenden.“
Die weisse Rinde der Birke
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Kürzliche Untersuchungen in Skandinavien haben gezeigt, dass die weisse Rinde der Birke eine Anpassung an den arktischen Winter ist. Durch die weisse Farbe der Rinde kann die Wärme im Holz besser gespeichert werden. Aus diesem Grunde haben auch die meisten Säugetiere und Vögel im arktischen Winter ein weisses Kleid, um sich vor der Kälte zu schützen.

Die Birke ist ein Baum mit sehr viel Saft und ist deshalb auf diesen Kälte-Schutz angewiesen. Die Birke wächst am liebsten in feuchten Gebieten und kann dank ihrem frühen Erwachen im Frühling den begehrten Birken-Saft liefern. Der Schutz durch die ledrige, weisse Rinde ermöglicht es ihr deshalb, hoch oben im arktischen Norden als fast einziger Laub-Baum zu überleben. Die anderen Bäume in der Arktis sind vor allem Nadel-Bäume, welche sich durch die ätherischen Öle (Harz) im Holz und in den Nadeln vor der Kälte und vor der winterlichen Trockenheit schützen. Deshalb behalten sie im Winter ihre Nadeln .

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Die Birke schützt sich im Winter gegen die Trockenheit (der vorhandene Schnee ist gefroren und gibt keine Feuchtigkeit ab) durch Abwerfen des Laubes - genau wie bei uns. Dagegen ermöglicht sie der Frühlings-Sonne durch ihr lockeres, feines Laub zu dringen und das Holz aufzuwärmen, damit die grossen Mengen Saft aufsteigen können.

Die Birke ist also in jeder Beziehung eine wunderbare Anpassung an lebensfeindliche Bedingungen selbst in der Arktis. Und dabei ist sie doch so licht und zart!
Pflanzen-Familien
Hans-Peter Duttle
Oft werde ich als Wanderleiter gefragt, ob eine bestimmte Pflanze mit einer ähnlichen anderen verwandt sei. Deshalb möchte ich hier einmal erklären, wie die Verwandtschaft von verschiedenartigen Pflanzen in der Naturkunde gegliedert wird.

Als Beispiel nehme ich die Birke, welche wir ja bald bei unseren Wanderungen in den Walliser Dörfern kennenlernen werden.

Der alte Linné, ein berühmter Naturforscher, hat vor langer Zeit festgelegt, dass jedes Lebewesen mit zwei lateinischen Namen bestimmt werden soll: der erste Name, grossgeschrieben, zeigt die Gattung, und der zweite Name, kleingeschrieben, bezeichnet die Art.

Unsere gewöhnliche Birke ist die Weiss-Birke, auch genannt Hänge-Birke oder Warzen-Birke. Ihr lateinischer Name lautet "Betula pendula" Betula ist also die Gattung und pendula die Art. Von der Gattung Betula (Birken) gibt es in der Schweiz noch drei weitere Arten: die Moor-Birke (Betula pubescens), die Zwerg-Birke (Betula nana) und die niedrige Birke (Betula humilis). Die Gattung Betula (Birken) ist auf der nächsthöheren Stufe mit den nahe verwandten Erlen (Gattung Alnus) in die Familie der Birkengewächse (Betulaceae) zusammengefasst.

Wie geht's nun weiter mit der systematischen Einordnung? Die Familie der Birkengewächse bildet mit vielen ähnlichen Familien zusammen die Klasse der zweikeimblättrigen Pflanzen. Diese Klasse wiederum wird mit den anderen blütentragenden Klassen zur Abteilung der Blütenpflanzen.

Neben den Blütenpflanzen gibt es noch im Pflanzenreich die blütenlosen Abteilungen der Schachtelhalme, Bärlappgewächse, Farne, Moose, Pilze, Flechten, Algen und Bakterien.

Damit wären alle Pflanzen auf unserer Erde systematisch eingeordnet. Eine ähnlich gegliederte Systematik gilt für das Tier-Reich. Man kann jedoch die Natur auch lieben und bewundern, ohne etwas von Systematik zu verstehen!

Für die Bestimmung von seltenen Pflanzen, welche ich auf meinen Wanderungen sehe (aber wenn möglich nicht ausreisse, die genaue Betrachtung sollte genügen), benütze ich zuhause die "Flora Helvetica".Dieses Werk* beschreibt und zeigt mit grossartigen Photos sämtliche 3000 wildwachsenden Blüten- und Farnpflanzen, welche man in der Schweiz finden kann. Wer einmal diesen umfangreichen Photo-Band in die Hand genommen hat, wird ihn nicht mehr weglegen wollen - so begeisternd ist der Inhalt. Und das Bestimmen von neugesehenen Pflanzen und Blüten wird zum beglückenden Erlebnis.

*Flora Helvetica - Flora der Schweiz, Verlag Paul Haupt, Bern


"Du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern. Die Bäume und die Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch sagen wird."
Bernhard von Clairvaux